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Worum es hier geht!

Die Jahre nach einer Pilgerreise können spannender sein als die Wochen auf dem Jakobsweg selbst! 

Das ist, in einem Satz, das, worum es bei diesem Blog geht.

Schade, dass das Wort Pilgern so altmodisch klingt. Nach Kirche, alten Socken und Blasen an den Füßen. Denn wenn’s das nicht schon seit dem Mittelalter geben würde, müsste man es erfinden, so sehr – und dringend – passt es in die aktuelle Zeit. Entschleunigen, zu sich selbst finden, der Wunsch, endlich mal aus dem Hamsterrad zu steigen: Das sind für immer mehr Menschen Gründe, es einmal mit einer längeren Wanderung im Zeichen der Jakobsmuschel oder auf anderen Pilgerwegen zu versuchen. 

In vielen Fällen funktioniert das: Man kommt geläutert ans Ziel, ist ruhiger geworden, ehemalige Probleme sind keine mehr. Zumindest nicht mehr ganz so wichtig wie vorher. Wer gelernt hat, dass man alles, was man braucht, in einem Rucksack mit sich umhertragen kann, der fühlt sich auch seelisch leicht.

Die wirklichen Veränderungen warten nach der Heimkehr!

Was viele aber noch nicht auf dem Schirm haben: Die wirklichen, handfesten Veränderungen warten erst nach der Rückkehr auf uns. Mancher, der zuhause seinen Pilgerstab an die Wand lehnt, hat auf einmal die Kraft, aus einer erstarrten Partnerschaft auszubrechen; andere schaffen es, sich aus beruflichen Zwängen zu lösen, unter denen sie jahrelang gelitten haben, wieder andere wenden sich sozialen Projekten zu oder kümmern sich stärker um die Umwelt. 

Nicht immer geht das Knall auf Fall: Manchmal ziehen sich diese Entwicklungen über Jahre hin. Von Pilgern verfasste Berichte über ihre Reisen gibt es mittlerweile genug, auch sehr, sehr gute, die mit Gewinn zu lesen sind. Aber die meisten enden nun einmal mit der Ankunft in Santiago de Compostela. Was das Pilgern mit dem Pilger anschließend macht, wie der Weg noch Jahre später ein Leben verändern, antreiben kann, das kann man darin nicht lesen. Das ist in Buchform bislang noch nicht breiter dokumentiert worden. Das möchte ich mit meinem neuen Buch – und diesem Blog! – ändern und leisten. 

Gastbeiträge? Her damit!

Dazu werde ich in den kommenden Monaten eine Reihe von Beispielen zusammentragen und 2016 im Gütersloher Verlagshaus veröffentlichen, das diesen Blog freundlicherweise für mich eingerichtet hat. Wenn Du, lieber Leser, liebe Leserin, ebenfalls spannende Geschichten zum Thema beitragen kannst: Schreib‘ mir, ich bringe Deine Erfahrungen sehr gerne als Gastbeitrag unter!

Kommentare

  • Thomas Hanisch 31. Dezember 2016

    Zum Thema „Die Zeit NACH dem Pilgern“ habe ich einen kleinen Beitrag für euch: Ich pilgere seit sieben Jahren in jährlichen Etappen nach Santiago – und während jeder Pilgerreise nehme ich mir etwas Spezielles vor, was ich in der Zeit danach bzw. bis spätestens zum nächsten Etappenstart verwirklichen möchte:
    So habe ich in einem Jahr z.B. mal die Idee umgesetzt, meine Erlebnisse und Eindrücke auf dem Jakobsweg in Bildervorträgen an interessierte Menschen weiterzugeben. Gesagt-getan, ich brachte es auf zwei Vorträge, der Erste vor der sehr interessierten Zuhörerschaft des Seniorenkulturkreises in Illingen/Württ., der Zweite Vortrag im sog. „Paradiesgärtchen“ im Ludwigsburger Monrepos-Park (auf Einladung der leider viel zu früh verstorbenen Kulturschaffenden- und -förderin Angelika Zoller-Hiltz).
    Als Vorbereitung für meine letzte Etappe durch Frankreich (2016) hatte ich mir endlich einen VHS-Französischkurs vorgenommen – und ebenfalls eingelöst.
    Noch in Arbeit (leider) sind ein „Fotobuch“ meiner Etappen sowie evtl. ein komplettes (Tage-)Buch über MEINEN Pilgerweg.
    Euer Thomas Hanisch

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