03.04.2016

Erste Lesung

OK, um von dieser Wolke wieder runterzukommen, werd‘ ich eine Weile brauchen. Vergangenen Freitag war ein ziemlich wichtiges Datum für mich: Die erste Lesung aus dem neuen Buch. Ich weiß noch, wie nervös ich 2011 bei meiner erste Lesung war, aber diesmal ging es ganz cosy ab. 

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Ort des Geschehens war die Galerie Display, ein kleiner Kunst-Hotspot in Köln-Zollstock – das hatte sich durch Zufall ergeben, eine Künstlerkollegin hatte mir erzählt, dass die da für eine Finissage noch einen „Showact“ suchen, also hab‘ ich einfach mal angeklopft und – Bingo: Der Galerist mit dem für Schriftsteller ausgesprochen wohlklingenden Namen Andreas Böll war sofort Feuer und Flamme, der ausstellende Künstler, ein genialer Foto-Kreativer namens Elmar Diks auch einverstanden. Elmar ist übrigens der erste Mensch, den ich kenne, der die Facebook-Freundes-Schallmauer erreicht hat – wer weiß schon, dass bei 5.000 „Freunden“ Schluss ist? Bei mir ist da zum Glück noch viel Luft nach oben.

Egal: Freitag saß ich dann da, bekam ein Glas Rotwein auf den Tisch gestellt und durfte loslegen. Nur ein Kapitel, schließlich sollte hier Elmars Kunst im Mittelpunkt stehen. Ich hab‘ mich ganz kurzfristig und aus dem dicken Bauch heraus für die Reportage über Manolo entschieden. War wohl die richtige Wahl, denn im Anschluss erzählte einer meiner Hörer ziemlich ergriffen, dass er vor einiger Zeit eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht hatte: Er erkannte sich in Manolo zu 100% wieder. Er glaubt jetzt auch nicht mehr an Zufälle …

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Aber dass Menschen auf Pilgerwegen (und danach) zuweilen ganz ähnliche Erfahrungen machen, ist ja auch eine der Prämissen des Buchs. Auch wenn es nicht unbedingt die Pilgerei sein muss: Diese Lehre durfte ich aus einer sehr fruchtbaren Diskussion mit einer Hörerin ziehen, die sich bereits drei Mal in ein mehrwöchiges Schweige-Retreat zurückgezogen und da einen ganz ähnlichen Honig draus gesaugt hat wie andere beim Überschreiten der Kathedralenschwelle in Santiago de Compostela. OK: Ein paar Tage den Mund halten – damit hätte ich ja auch kein Problem, aber das Herumsitzen … ich bewege mich lieber. Aber so findet eben jeder seinen eigenen Weg, Angebote gibt es inzwischen genug. Hauptsache, irgendwie raus aus dem Hamsterrad!

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Zuende war der Abend damit natürlich noch lange nicht: Im Anschluss gab es auch eine Reihe meiner eigenen Arbeiten zu besichtigen. Albus im Doppelpack!

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Und für dieses Jahr stehen noch eine Reihe weiterer Lesungen an. Die Orga ist um diese Jahreszeit leider sehr zäh, da die meisten Buchhandlungen ihren Etat für 2016 bereits verplant haben, aber es geht langsam voran. In der zweiten Jahreshälfte kommen mit etwas Glück noch Herne im Ruhrpott und Wermelskirchen hinzu, außerdem scheint sich in Hagen etwas anzubahnen – mal schauen! Und wir arbeiten an weiteren Terminen!

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Kommentare

  • Stefan Albus
    Stefan Albus 4. April 2016

    Danke Christel! Aber von diesen Glücksfällen plane ich noch ein paar. Der nächste dieser Art wird im Mai im Kunstspielraum Dormagen sein, möglicherweise auch schon am 24. April in Hüfingen. Obwohl ich da wohl eher meine Bilder ausstelle und da ausnahmsweise mal das Buch die Nebensache sein wird 😉 Aber die Galeristin rührt schon die Werbetrommel.

  • Christel Gehrmann 4. April 2016

    Toll, Stefan, ein Doppel-Pack-Auftakt. Ich freue mich mit dir über diesen Glücksfall. Herzliche Grüße aus Gütersloh. C. G.

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